Der UNO Weltgipfel und die Erd-Charta
Kapstadt, den 15.11.2002 Dokument Drucken
Der UNO Weltgipfel und die Erd-Charta.
Christliche Symbole für antichristliche Zwecke.
Nun, da sich die Welt auf Advent und Weihnachten vorbereitet, weiss mancher Christ vielleicht gar nicht, dass die Heilsbotschaft Gottes und die Ethik Jesu Christi weltweit geächtet wird. Heimlich setzt sich eine andere Religion durch, u.zw. in den gesetzgebenden, ausführenden und gerichtlichen Institutionen der Menschheit. Ein militanter Weltsozialismus, gefördert von den Vereinten Nationen, bestimmt zunehmend die internationale Gesetzgebung. Der UNO Erdgipfel (World Summit on Sustainable Development), der vom 26. August bis 4. September, 2002, in Johannesburg stattfand, zeigt deutlich die religiöse Richtung der 'Weltgemeinschaft'.
Zum Wahrzeichen dieses Weltgipfels hatte man eine Taube gewählt. Sie trägt im Flügel einen Zweig, der teils die Erdkugel bedeckt. Obwohl die UNO das Christentum ablehnt, benutzt sie biblische Symbole. Z.B. wurde in Johannes-burg auch die "Bundeslade der Hoffnung" zur Schau getragen. Diese enthält die "Erd-Charter", die die Hoffnung auf die Zukunft des Planeten verkörpern soll. Wie schon den Erdgipfel in Rio, eröffnete man auch den Johannesburger Gipfel mit der "Great Invocation" (dem New Age Bittgebet) von Alice Bailey, einer Theosophin, deren östlich-okkulte Ideen bei der UNO viel gelten. Im Jahre 1920 rief Frau Bailey die "Luzifer Stiftung" (Lucifer Trust) ins Leben, die später in "Lucis Trust" umbenannt wurde. Und noch heute unterhält der Lucis Trust den Meditations- und Gebetsraum im UNO Hauptquartier in New York. Die "Great Invocation" ist ein Anruf an okkulte Mächte und wird als "des Christus eigenes Mantram" dargestellt. 1)
Ein Vers lautet: "Vom Ort der Liebe im Herzen Gottes, lasse Liebe in die Herzen der Menschen fliessen. Möge Christus zur Erde zurückkehren." Ein Sternchen im Text aber erklärt, dass der "Weltlehrer" viele Namen hat: "der Christus, der Herr Maytreya, der Imam Mahdi oder der Messias." In der Erklärung zur Great Invocation heisst es, "die Zeichen des Näherkommens des Christus" seien schon zu erkennen, u.zw. im "Zyklus der Konferenzen… die oft unter Leitung der UNO stattfinden." 2)
Christliche Symbole für unchristliche Zwecke.
Die Taube, die Lade und die Wiederkunft Christi werden in einem antichristlichen Sinn gebraucht, und die Christenheit wird dadurch getäuscht. Im biblischen Sinne stellt die Taube den Heiligen Geist dar, Gottes schöpferischen Geist des Trostes und der Wahrheit. Die alttestamentliche Bundeslade enthielt die zwei Steintafeln, die Zehn Gebote. Sie wurde meist im Allerheiligsten von Stiftshütte und Tempel aufgehoben. Sie stellte Gottes Gegenwart, sein Gesetz und seine Gnade gegenüber seinem auserwählten Volk dar. "Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden," sagte der Herr, "nämlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel." (2. Mose, 25,22) Noch heute erinnert uns die Lade daran, dass Gott sein Wort "nicht in steinerne Tafeln, sondern in fleischerne Tafeln des Herzens" schreiben will. (2. Kor. 3:3) Christus aber, dessen Name in der "Great Invocation" unnützig geführt wird, ist der "Sohn des lebendigen Gottes". Seine Wieder-kunft wird den Höhepunkt der Weltgeschichte darstellen, denn sie bringt das Weltgericht und Gottes glorreiche Herrschaft in einem neuen Himmel und einer neuen Erde.
Gaia, Mutter Erde, die Weltgöttin.
Die eigentliche Göttin der "Erd-Charter" ist Gaia, die Mutter Erde. Die Holländerin Helene Bos vom Gebetsdienst "Serving the Nations", schreibt: "Die Charter spricht jetzt nur von 'Erde'. Aber während ihrer Entstehung sprachen die Befürworter oft von 'Mutter Erde'… Sie meinen, die Erde sei ein lebendiges Wesen mit eigener Persönlichkeit, eigenen Wünschen, Gefühlen und Zornausbrüchen." 3) - Denkt man jedoch zurück an das sogenannte Parlament der Weltreligionen, das im Dezember 1999 in Kapstadt tagte, so wurde auch dort die Menschheit aufgerufen, "Erde" (ohne Artikel - D.S.) zu 'verehren' und 'mit Liebe zu hegen..' "Erde ist nicht nur unsere Heimat," sagte damals Dr Gerald O Barney, "Wir sind Erde… Wir Menschen sind ein wichtiger Teil des Erdbewusstseins… Wir sind Mitschöpfer der göttlichen Erdzukunft… Jede Person muss lernen, wie Erde zu denken, wie Erde zu handeln und Erde zu sein." 4)
Also findet weltweit ein zweifacher Angriff auf Christentum und Christenheit statt - u.zw. durch die betrügerische Benutzung unserer Religion und die systematische Einführung des Heidentums. Nach Angaben der UNO ist das Christentum nicht mehr "tragbar" (sustainable). Nur solche Religionen sind tragbar, die die Verehrung der "Mutter Erde" aufnehmen. Doch die Heilige Schrift warnt, dass "Gottes Zorn vom Himmel über alles gottlose Wesen der Menschen" kommt, wenn sie seine "Wahrheit verwandeln in die Lüge" und dem Geschöpf mehr dienen als dem Schöpfer. (Röm. 1:19-25) Die Erde ist Schöpfung. Aber Gott ist der SCHÖPFER. Nur Ihm gebührt alle Ehre.
Die Erd-Charter
Die Erdcharter ist ein religiöses Dokument. Sie baut auf der Evolutionstheorie auf. Es heisst darin: "Grundliegende Veränderungen sind an unseren Werten, Institutionen und Lebensweisen vonnöten… Wir brauchen dringend eine gemeinsame Vision von Grundwerten, die uns eine ethische Basis für die entstehende Weltgemeinschaft geben. Deshalb bekräftigen wir gemeinsam und hoffnungsvoll…" und "müssen uns verpflichten, die Werte und Ziele der Charter zu akzeptieren und zu fördern." - Auch hier werden wir an das Parlament der Weltreligionen erinnert, das 1999 in Kapstadt seine Prinzipien für eine "globale Ethik" anbot. Diese Prinzipien, die aus dem zweiten Teil der 10 Gebote stammen, sollten auch die Christen zufriedenstellen. Aber sie sind alles andere als christlich. - 5)
Die Erd-Charter enthält vier "Prinzipien": "Respekt und Sorge für die Gemeinschaft des Lebens. Ökologische Recht-schaffenheit, gesellschaftliche und wirtschaftliche Gerechtigkeit - und Demokratie, Gewaltlosigkeit und Frieden."
Das Hauptthema des Johannesburger Weltgipfels war "Sustainable Development", also Entwicklung im Rahmen der Belastbar- und Tragfähigkeit der Erde. Es soll "eine bessere Welt für alle" geschaffen werden. Die UNO fragt sich, wieviele Menschen die Erde tragen kann, bis die Ressourcen verbraucht sind. In der UN-Sprache heisst "sustainable development" (tragbare/aufrechterhaltbare Entwicklung) im Grunde folgendes:
a. eine gesteuerte Weltwirtschaft, daher die Debatten über Handel, Schuld, Finanzen usw.
b. ein kontrollierter Fluss der Ressourcen, im Zusammenhang mit Produktion und Verbrauch.
c. gesellschaftliche Gerechtigkeit und Gleichkeit, einschliesslich homosexueller Rechte, Frauenemanzipierung und Kinderrechten, Verminderung der Elternrechte, Abtreibungsmöglichkeiten usw. 6)
Die verschiedenen Fazetten des Begriffs "Sustainability" sind im marxistisch-sozialistischen Sinne zu verstehen.
Mit Hinsicht auf Punkt b) behauptet z.B. die UNO, die Erde könne nicht mehr als 1 Milliarde (oder weniger) Menschen tragen. (Augenblicklich soll die Weltbevölkerung 6 Milliarden zählen). Daher hat die UNO "Bevölkerungskontroll-programme" entwickelt. Diese werden an die Entwicklungshilfe gekoppelt, d.h. also, wer nicht zu Abtreibungen bereit ist, bekommt kein Geld. Von $17 Milliarden Entwicklungshilfe gehen $15 Milliarden in die Geburtenverhütung und den Ausbau von Abtreibungseinrichtungen. 7) In Südafrika gehen 82 cent eines jeden für "tragbare Entwicklung" (sustainable development) empfangenen Rands an "LoveLife," andere Sex/AIDS Aufklärer und "Fortpflanzungs-gesundheits"Programme. 8) - Aber hat die Welt wirklich so wenig Vorräte, dass die Menschheit vermindert und die Ressourcen rationiert werden müssen? Nach Angaben von Robert L Sassone "ist die Gesamtmenge jeder Ressource gross genug, um die menschlichen Bedürfnisse auf viele Millionen Jahre hin zu decken, selbst wenn wir mit heutiger Technik nur einen kleinen Teil rentabel erwirtschaften können." Wenn die Wissenschaftler über "Reserven sprechen, dann meinen sie den Teil der Ressourcen, dessen Gewinnung am wenigsten kostet und der gewöhnlich als nächster gewonnen wird. Die Reserven umfassen in allen Fällen weniger als den millionsten Teil des bekannten Gesamt-vorkommens der Mineralien (wie Öl oder Eisen)." 9)
Warum dann die vielen angstmachenden Szenarios von Übervölkerung und Überausbeutung etc., wenn es genug Platz, Luft, Nahrung und Ressourcen auf der Erde gibt? Um ihre Sache voranzutreiben, beschäftigt die UNO etwa 1000 Autoren, die sich auf manchmal ungewisse Statistiken stützen. Ihre Forschungsergebnisse werden den jährlich ca. 5000 UNO Konferenzen vorgelegt. Dort sitzen nicht nur die UNO Amtsträger und Vertreter der Völker, sondern auch Mitglieder von 2000 Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die die Vertreter derVölker beeinflussen (lobby). Jede Weltkonferenz gibt ein Aktionsprogramm heraus. Wird dieses ratifiziert, dann wird es im Lande der Ratifizierer zum "Gesetz", denn nach UNO Regeln steht das internationale Recht über dem nationalen Recht. In den letzten 20 Jahren entstand durch diese Aktionsprogramme eine grosse Menge Gesetze. Die UNO hat sogar einen Internationalen Strafgerichtshof eingerichtet. Wird dieser eines Tages die Einhaltung dieser Gesetze erzwingen? - Auch Südafrika hat viele von der UNO kommende Gesetze angenommen, oft solche, die den Sozialismus fördern. Über diese im Grunde atheistische Weltanschauung sagt Gott in den Sprüchen 8:36: "Alle, die mich hassen, lieben den Tod." So hat denn im 20. Jahrhundert der Sozialismus/Kommunismus den Tod von 150 Millionen Menschen verursacht. Im 21. Jahrhundert fordert die "tragbare Entwicklung" das Lebensblut von 50 Millionen ungeborenen Kindern pro Jahr. Der Abgott 'Mutter Erde' verlangt seine Menschenopfer!
Zu den UNO Weltgipfeln kommen jedoch auch Christen, die dort nur wachen und beten. Mancher ungute Plan kommt dadurch nicht zur Reife. Denn Gott erhört die Gebetskämpfer. Die Weisheit dieser Welt und ihrer Obersten vergeht, heisst es. (1. Kor. 2:6) Der im Himmel wohnt, lacht, wenn sich die Könige der Erde auflehnen… wider den Herrn und seinen Gesalbten. (Ps. 2) - Deshalb sollten auch wir nicht schlafen, wenn es um Christi Sache geht. Lasst uns für den Glauben kämpfen, der einmal den Heiligen übergeben ist. (Judas 3). Möge uns die Advents- und Weihnachtszeit daran erinnern, wie sehr Gott die Welt geliebt hat (Joh. 3:16) und wie wir auch Ihn lieben müssen. Lasset uns tapfer den guten Kampf des Glaubens kämpfen (1 Tim. 6:12). Gott wird den Sieg dazu geben!
D Scarborough.
Anmerkungen:
1. The Great Invocation: A Mantam for the New Age and for all Humanity, Internet. 2. Understanding the Great Invocation, Internet.
3. Helene Bos, World Summit on Sustainable Development (WSSD), Johannesburg, South Africa, 2002, Final Report, September 2002.
(hbos@servingthenations.org; www.servingthenations.org) 4. Gerald O Barney, Threshold 2000, Critical Issues and Siritual Values for a Global Age, ref. UCAnews 1, 2000. 5. Ucanews 1, 2000. 6. H. Bos, op.cit. 7. H. Bos, Cape Town, 19.11.2002. 8. Cheryllyn Dudly, MP, ACDP Women of Destiny, October 2002, Cape Town. 9. Robert L Sassone, Handbook on Population, sixth edition, ISBN 1-890712-08-6, zit. von H. Bos.
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